Was Sie beim Kauf eines Helixpiercings beachten sollten

Was genau versteht man unter einem Helix Piercing? Die Helix ist der medizinische Name für die wulstige und knorpelige Umrandung der Ohrmuschel. Wer sich dort ein Piercing stechen lässt, muss so etwas in einem Piercingstudio machen lassen, da hier keine gewöhnliche Ohrlochpistole zum Einsatz kommt, wie sie der Juwelier verwendet. Dieses besondere Piercing kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken und hat bis heute bei den Indianern in Nordamerika sowie bei vielen Völkern in Afrika eine lange Tradition. Die Stämme der Dayak auf der indonesischen Insel Borneo lassen sich die obere Kante der Umrandung der Ohrmuschel durchstechen. Statt einem Helix Ohrring tragen die Krieger die Klauen und die Zähne von Bären und Leoparden in ihren Ohrlöchern. In der Vergangenheit schmückten auch die Kopfjäger der Insel ihre Ohrmuscheln mit bunten Perlen aus Glas. In Indonesien tragen Frauen einen Helix Ring, als Zeichen dafür, dass sie noch nicht verheiratet sind. Im Westen und im Osten von Afrika lassen sich sowohl Frauen als auch Männer einen Helix Ohrring stechen, der zu den Schönheitsidealen zählt.

 Was passiert beim Stechen dieses Ohrrings?

 Um das Loch für einen Helix Ring stechen zu lassen, ist es wichtig, sich an einen seriösen und erfahrenen Piercer zu wenden. Besonders leicht lässt sich ein Helix Piercing im Liegen oder in einer, leicht zurückgelehnter Haltung stechen. Der Piercer wird die Stelle, wo gestochen wird, erst einmal gründlich desinfizieren und dann markieren, wo genau der Kunde das Helix Piercing haben möchte. Erst danach kommt die medizinische Hohlnadel, die sogenannte Venenverweilkanüle zum Einsatz. Bis vor wenigen Jahren haben viele Piercer mit einer klassischen Ohrlochpistole gearbeitet. Hierbei ist jedoch die Gefahr einfach zu groß, dass beim Durchstechen Nerven verletzt werden. Selbst ein Bruch des Knorpels an dieser exponierten Stellen ist möglich. Falls ein Piercer eine Ohrlochpistole für ein Helix Piercing benutzen will, ist es besser, aufzustehen und zu gehen.



 Was ist Punchen?

 Eine Alternative zur medizinischen Kanüle ist das sogenannte Punchen. Da das Durchstechen der knorpeligen Wulst schmerzhaft ist, entscheiden sich viele für das Punchen, bei dem der Piercer ein Stück aus der Haut stanzt. Hierbei ist der Druckschmerz deutlich geringer und die Heilung geht zudem schneller voran. Alle, denen beim Anblick von Blut schnell übel wird, sollten sich auf jeden Fall für das Punchen entscheiden, da bei dieser Methode kein Blut fließt.

 Welche Risiken gibt es?

 Grundsätzlich ist jede Form des Piercings mit einem Risiko verbunden, das Helix Piercing macht da keine Ausnahme. Das Durchstechen ist schmerzhaft, da die Umrandung der Ohrmuschel nicht so gut durchblutet ist, wie zum Beispiel das Ohrläppchen. Wichtig ist es zudem, nach dem Durchstechen für den Helix Ring die Hygieneregeln penibel einzuhalten. Der Helix Ohrring sollte in den ersten Tagen nach dem Stechen nicht berührt werden und falls doch, dann nur mit gewaschenen und desinfizierten Händen. Vorsicht sollte auch beim Waschen der Haare walten. Am besten ist es, sie mit einem sehr milden und desinfizierenden Shampoo zu waschen. Das Färben der Haare ist nach dem Stechen eines Helix Piercings streng verboten, da die gängigen Färbemittel aggressive Chemikalien enthalten, die für die Wunde Gift sind. Ein Vollbad sollte nach dem Stechen des Piercings ebenfalls kein Thema sein. Wer außerdem auf Alkohol und Nikotin verzichtet, fördert zugleich die Wundheilung.


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